Wildbienenecke - Hortus Antheia

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Wildbienenecke


Die Wildbienenecke war unser erstes Projekt. Aber man glaubt gar nicht wieviel Wissen notwendig ist um auch geeignete Nisthilfen anbringen zu können. Abgesehen davon waren die im Jahr 2018/2019 im Handel erhältlichen Wildbienennisthilfen schlichtweg eher schädlich als hilfreich.

 Wir haben uns sehr lange damit beschäftigt bevor wir die ersten Holzblöcke dann selbst hergestellt haben.
Der Grund dafür war einfach -  es gab schlichtweg keine guten.

Optimalerweise sind die Wildbienennisthilfen süd-östlich ausgerichtet und um Schimmelbildung vorzubeugen - überdacht. Doch das ist längst nicht alles was man wissen muss. Auch zu viele, zu grosse Teile locken nur mehr Parasiten an. Idealerweise werden daher kleinere Nisthilfen an mehreren Orten angebracht.

Die Holzblöcke sollten aus Hartholz hergestellt werden. Die Bohrungen dürfen nicht ins Stirnholz, sondern müssen quer zur Faser erfolgen. Dabei sollten die Bohrungen mindestens 10 cm tief, besser sogar 15 cm tief sein. Aus den tieferliegenden Brutzellen schlüpfen nämlich weibliche Wildbienen, die weiter aussen liegenden werden männliche Wildbienen. Ist also die Bohrung nicht tief genug, gibt es nur männliche Nachkommen.

Das Hartholz muss ausserdem fein abgeschliffen sein, ebenso wie die Bohrungen gut ausgeschliffen sein müssen. Ansonsten können sich die Bienen ihre Flügel daran verletzten und sterben im schlimmsten Fall. Der Durchmesser der Bohrungen sollte von 2-3 mm bis 8-9 mm variieren. Wobei die grösseren Bohrlöcher hauptsächlich von Mauerbienen angenommen werden, welche nicht zu den gefährdeten Arten gehören. Lacke oder Ähnliches sollten ebenfalls tabu sein.

Dann gibt es noch Wildbienen welche in markhaltigen Stängeln, wie beispielsweise Brombeerstängeln, nisten. Im Verhältnis auf die gesamte Anzahl aller Wildbienen ist das jedoch ein geringer Anteil, welche so nistet. Will man sie dennoch unterstützen, kann man markhaltige Stängel senkrecht und einzeln anbringen. Der Durchmesser sollte hier bei mindestens 1 cm liegen – mehr wäre jedoch noch besser. Oder man lässt einfach verblühte Königskerzen im Garten stehen, dann haben zuerst die Wildvögel im Winter etwas davon, nämlich die Samen und im Jahr darauf die Wildbienen etwas zum Nisten.

Darüber hinaus gibt es noch Wildbienen die in verlassenen einzeln liegenden Schneckenhäusern nisten und welche die Steilwände benötigen.

Die grösste Anzahl an Wildbienen nistet jedoch im Boden, darum haben wir für diese Arten ein Sandarium gebaut. In unserer Wildbienenecke gibt es für diese Bienen allerdings auch noch ein paar Betonröhren, welche wir mit geeignetem Sand gefüllt haben. Die Betonröhren, obwohl sie nur suboptimal ausgerichtet sind – nämlich nach Osten – wurden schon gut besiedelt.

 Das Wichtige jedoch zum Schluss -  nämlich am besten unterstützt man die Wildbienen mit einheimischen Wildblumen im eigenen Garten. Manche Arten sind auf wenige bestimmte Wildblumen angewiesen und können nur überleben, wenn sie diese auch finden.

Pestizide/Herbizide dürfen natürlich auch nicht zum Einsatz kommen.

Für noch mehr Informationen empfehlen wir die Webseite von Werner David.

 
 
 
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